Katharina Harder und ihre Verbindung zum Schwarzen Veri

Datum / Zeit
10.10.19
18:00 - 19:30 Uhr


Veranstaltungsort
Biberach - Haus der Archive


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In den Jahren 1818 bis 1819 hielten die Räuberbanden des Schwarzen Veri ganz Oberschwaben in Angst und Schrecken. Kriegswirren gefolgt von Hungersnöten trieben viele Personen, die sich bereits wirtschaftlich in einer prekären Lage befanden, schließlich auf die Straße und ins Vagantentum.

Frauen blieben da keine Ausnahme.

Katharina Harder (1802-1878), später verheiratete Handtmann, war in dieser Zeit eine vom Schicksal hart getroffene Frau. Früh Vollwaise und nahezu mittellos, fand sie Unterschlupf bei Verwandten im Benzenhaus, deren Verbindungen zu den Räuberbanden des Schwarzen Veri offensichtlich waren. Regelmäßig verkehrten auf diesem Einödhof verschiedene räuberische Banden, die dort ihren Unterschlupf suchten.

In jungen Jahren bereits erlebte sie den eisernen Griff der Justiz. Bedacht mit einem schlechten Leumundszeugnis schien ihr weiterer Lebensweg vorgezeichnet. Katharina Harder wurde 1823 unter Anrechnung der langen Haftzeit wegen Begünstigung der Banden zu einer 2-monatigen Zwangsarbeitshausstrafe verurteilt.

1842 heiratete Katharina Harder den Bortenmacher Johann Georg Handtmann (1796 -1876), ein Witwer mit fünf Söhnen. Durch diese späte Heirat schaffte sie den Eintritt in ein vergleichsweise bescheidenes bürgerliches Leben. Ein Ehevertrag mit dem Bortenmacher und Feldschütz Johann Georg Handtmann dokumentiert ihren neuen Lebensabschnitt.
An das Schicksal der Katharina Harder und ihr Lebensumfeld erinnert Frau Dr. Susanne Handtmann am Donnerstag den 10. Oktober um 18 Uhr im Haus der Archive. 
Eintritt frei


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